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Dominikanische Köstlichkeiten

Indianische, spanische und internationale Einflüss

Indianische, spanische und internationale Einflüsse geben der dominikanischen Küche eine einzigartige Würze

Saftig-süße exotische Früchte wie Ananas oder Papaya, frische, aromatische Gemüse und Gewürze: Von der Sonne verwöhnte Gefilde wie die Dominikanische Republik sind von Natur aus ein Schlaraffenland für Genießer. Selbst wer sich an die einheimische Hausmannskost nur zaghaft herantraut und eher die klassische internationale Küche in den einschlägigen Restaurants bevorzugt, kann sich auf vitaminreiche und gehaltvolle Zutaten aus den Gärten und Plantagen des Landes freuen.
Auch Freunde eines saftigen Steaks müssen nicht darben. Die Dominikaner sind gute Viehzüchter. Das Fleisch der Rinder, die gesund auf großen Weiden zwischen Santiago und Boca Chica heranwachsen, ist von so hoher Qualität, dass es sogar exportiert wird.
Doch die größte kulinarische Verlockung kommt aus dem Meer: Langusten, Riesengarnelen, grätenarme Knorpelfische mit weißem Fleisch, das auf der Zunge zergeht, Schwertfische, Tintenfische oder Muscheln - die Tagesfänge der Fischer bestimmen hier noch das Angebot. Wegen der Ciguaterakrankheit, einer in der Karibik nicht seltenen Fischvergiftung, sind kleinere Fischarten vorzuziehen, denn nur in größeren Fischen lagert sich das Gift in einer für Menschen gefährlichen Konzentration ab. Meeresfrüchte gelten bei den Dominikanern als Aphrodisiaka. Vor allem zum Abendessen (cena), das als krönender Abschluss des Tages gern ausgiebig im Kreis der Familie oder von Freunden zelebriert wird, sind die Proteinträger besonders beliebt - stärken sie doch, ohne zu schwer verdaulich zu sein. Schließlich wartet meist noch die Disko, und kaum ein Dominikaner, der da nicht eine gute Figur machen will.

Essen und Trinken
Am nächsten Tag muss dann erst mal ein starker cafecito her, ein Tässchen gesüßten, espressoähnlichen Kaffees, und vielleicht noch ein fettgebackener Hefekringel (churro) - und fertig ist das Frühstück (desayuno). Mittags - in der Arbeitspause und meist fern der Familie - wird dann was Ordentliches gegessen.
Überall in den Städten und größeren Orten laden comedores, kleine, einheimische Restaurants, oder Imbissstuben zum Mittagstisch (almuerzo) ein. Praktisch für den Fremden: Oft sind die Gerichte hier bereits fertig zubereitet in großen Pfannen zur Auswahl aufgereiht. Wer sich nicht sicher ist, sollte aber trotzdem fragen, wie die Speisen heißen. Denn was so appetitlich aussieht, kann sich auch als Kuttelsuppe (mondongo) und gebratene Innereien (asaduras) entpuppen: deftige dominikanische Hausmannskost, die unbedingt einen Versuch wert ist, wenn sie auch nicht jedem schmeckt. Innereien werden vor allem in den mobilen Frittenbuden (freidurías) auf dem Land viel angeboten - neben morcilla oder longanizas, kräftig gewürzten Schweinswürstchen ursprünglich spanischer Herkunft. Und statt Pommes brutzeln da flach geklopfte Kochbananenscheiben oder Yucca im Fett. Die Wurzel stand schon bei den Ureinwohnern, den Taíno, auf dem Speiseplan.



Essen und Trinken
Wie überall in der Karibik, so rührte auch in der dominikanischen Küche die Geschichte kräftig mit. Die Kunst der Kokosnussverarbeitung, wie sie vor allem auf der Halbinsel Samaná noch so gut beherrscht wird, brachten zum Beispiel einst die Afrikaner mit. Und natürlich hinterließ auch der Tourismus schon seine Spuren. Sie finden in der Dominikanischen Republik heute Restaurants mit französischer, chinesischer, schweizerischer oder schwäbischer Küche.
Doch bevor Sie sich den einheimischen Köstlichkeiten verweigern, sollten Sie wenigstens eine probieren: die leckere piña colada. Der Kokoscocktail wird überall angeboten, auch an den Stränden. Hübsch serviert in einer Kokosnuss und angereichert mit einem Schuss guten einheimischen Rums, wird er Sie sicherlich bald verführen, sich noch etwas weiter in das Reich der dominikanischen Spezialitäten vorzuwagen.